Ravioli ohne Ziegenkäsefüllung

Ravioli ohne Ziegenkäsefüllung

Es gibt Rezepte, die ein gewisses Risiko bergen. Gerichte mit unbekannten Zutaten, stundenlanger Zubereitung und handwerklichen Herausforderungen haben entweder das Zeug, in die Liga der “Kochen für Gäste”-Rezeptesammlung aufzusteigen. Oder sie verwandeln einen gemütlichen Sonntag Nachmittag in eine Frischkäsehölle mit losem Teigmantel.

Diese Ziegenkäseravioli von Ottolenghi sind leider nirgendwo hin aufgestiegen. Vielmehr haben sie sich im Kochtopf in ihre Einzelteile aufgelöst. Auf dem Teller hatten mein Mann und ich dann also geschmacklose Teiglappen, die wir fleißig mit in 2 Liter Kochwasser aufgelöstem Ziegenkäse übergossen. Und dem noch nicht genug. Die rosa Pfefferkörner, die wir – nach Rezeptanleitung – kunstvoll über unser Pasta-Disaster krümelten, haben meine Geschmacksnerven nicht getroffen. Oder vielleicht doch. Nur am falschen Ende der Skala. Meine italienische Arbeitskollegin hat bei ihrer Fehleranalyse das Olivenöl im Pastateig in den Kreis der Verdächtigen aufgenommen. Bei einem Teig, der besonders gut kleben soll, ergäbe Öl nur wenig Sinn. Klingt irgendwie logisch.

Für alle, die sich von diesem Katastrophenbericht nicht abschrecken lassen wollen oder einfach nur in die Ursachenanalyse einsteigen möchten – hier kommt das fehlgeschlagene Rezept eines sonst großartigen Kochs.

Für 4 Personen als Vorspeise

Zutaten für den Nudelteig

3 EL Olivenöl
3 mittelgroße Eier
330 g Pastamehl
2 Prisen Kurkuma
aberiebene Schale von 3 unbehandelten Zitronen
Weizengrieß
Salz

Füllung

300 g weicher Ziegenkäse
0.5 TL Fleur de Sel
1 Prise Chiliflocken
schwarzer Pfeffer
1 Eiweiß

Zum Servieren

2 TL Rosa Pfefferkörner, fein Zerstoßen
1 TL gehackter Estragon
abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
Rapsöl

Zubereitung

Für den Teig das Öl mit den Eiern verquirlen. Das Mehl, Kurkuma und Zitronenschale in die Küchenmaschine geben, die Eiermischung hinzufügen und zu Krümel verarbeiten. Bei Bedarf noch mehr Öl oder Mehl hinzugeben. Dann den Teig mit der Hand zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten und in vier Blöcke teilen. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 min. und bis zu zwei Tage in den Kühlschrank legen.

Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche den Teig (ein Teigstück auf einmal) mit einem Nudelholz dünn ausrollen. Die Nudelmaschine auf den größtmöglichen Abstand einstellen und den Teig mehrfach durchdrehen. Dann den Abstand immer mehr verringern bis die kleinste Einstellung erreicht ist.

Aus den Teigplatten Kreise von ca. 7 cm Durchmesser ausstechen. Mittig einen TL Füllung platzieren, den Rand mit Eiweiß bestreichen. Dann mit einem weiteren Kreis bedecken, Luft heraus drücken und fest verschließen. Auf ein mit Grieß bestreutes Blech legen und 10 – 15 min. trocken lassen.

In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Die Ravioli 2 – 3 min. garen, bis sie al dente sind. Abgießen und auf einem Teller verteilen. Mit rosa Pfefferkörnern, Zitronenschale, Estragon und Salz bestreuen und mit Öl beträufeln. Sofort servieren.

 

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